Käthes bittere Pillen.

Der Leverkusener hatte es mal richtig gut, das ist aber schon lange her. Warum? Im 12. Jahrhundert war Leverkusen noch im Besitz der Erzdiözese Köln, also sozusagen ein Vorort der schönsten Stadt Deutschlands!  Zu dieser Zeit waren die Menschen noch stolz und wohlhabend, denn sie waren ja Kölner. Spätestens mit der Gründung der heutigen Stadt Leverkusen Anfang des 20. Jahrhunderts ging es für die dort ansässigen Menschen bergab. Der Blick auf den Dom versperrt durch Industrieschornsteine und trüber Fabrikluft, was für eine bittere Pille.

Seit dieser Zeit fühlt sich der Leverkusener traditions- und identitätslos! Jegliche Versuche diesem kleinen, tristen Fleckchen Erde wieder einen neuen Geist einzuhauchen, gipfelten im Jahre 1999 mit der Gründung eines Fußballunternehmens im Schatten des Bayerkreuzes. Der Leverkusener war voller Hoffnung, jetzt würde etwas ganz Großes im ehemaligen Kölner Stadtgebiet passieren. Es gelang dem Konzern zeitweise massig Spieler davon zu überzeugen, den Zuckerhut gegen die Industrietristesse zu tauschen. Ein Lockmittel war sicherlich der Wohnort Köln. Damit war natürlich eine uneingeschränkte Loyalität dem Konzern, ähm, sorry….Verein gegenüber sichergestellt!

Selbst der Messias, unser Christoph Daum, kölscher Trainer des Jahrtausends, Motivationsguru und Angelicas Lover aus dem Hahnwald, wechselte die Rheinseite. Unfassbar dieses Leverkusen! Endlich war man wer!

Leider gelang es nicht, diesem kleinen Industriedorf eine neue Identität einzuhauchen. Man schaffte es einfach nicht! Was Leverkusen aber schaffte war, den Messias in die Drogenabhängigkeit zu treiben! Schnell wurde aus dem kecken Motivationstalent („Andere erziehen ihre Kinder zweisprachig, ich beidfüßig.“) ein armer Mann, der nie wieder in der Bundesliga Fußfassen sollte. Eine bittere Pille.                .

Schon die Mitarbeiter von Bayer hatten damals ein feines Gespühr für die Situation im Chemiepark:

„Kann man einen nicht verknusen,
Schickt man ihn nach Leverkusen.
Dort an diesem End der Welt
Ist man ewig kaltgestellt.“

Bis heute ja irgendwie zutreffend. Eine bittere Pille.

Das einzige was sich gehalten hat, ist die „Tante Käthe“. Meine Oma hieß auch Käthe. Eine tolle Frau, warmherzig, belesen, höflich und immer gut gelaunt. Diese Attribute lassen sich leider auf die Leverkusener Käthe nicht übertragen. Dünnhäutig und unanständig zeigt sich die Käthe in letzter Zeit. Tätschelt fremde Frauen und so…

Aber wer will´s ihm verdenken!? Bei der jetzigen Situation. Der Mann, kämpft mit einem sehr schlechten, aber durchaus arroganten Trainer, dem es nicht gelingt, hochpreisige Spieler zu einer Weiterentwicklung zu motivieren, der Abwehr auch nicht kann und der die Fehler immer beim Gegner sucht.  Und jetzt auch noch die Derbyklatsche. Da würde ich mich ja auch aufregen. Erst recht, wenn der #effzeh wieder die Nummer 1 am Rhein ist! Und natürlich ist die Käthe auf 180. Die Käthe ärgert sich halt auch, dass sie nicht so loyale Kicker im Verein hat, wie z.B. Maroh. Und ein kleines Stadion hat sie auch, und…und…und…

Quelle: allesfuerdiemeisterschaft.de
Quelle: allesfuerdiemeisterschaft.de

Ach…das wird nix mehr Leverkusen… Eine bittere Pille.

DIE NUMMER 1 AM RHEIN SIND WIR!

In diesem Sinne, alles für die Meisterschaft! Come on Derbysieger!

Ein Gedanke zu “Käthes bittere Pillen.

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