Lieber Wolfgang!

overath
Quelle: mopo.de

Der 13. November 2011 war ein guter Tag für den 1. FC Köln. Einerseits hatte die Karnevalssession wieder angefangen, andererseits trat an diesem Tag Wolfgang Overath als Präsident zurück. Was für ein Segen.

Keine Frage, Wolfgang Overath war eine Vereinsikone und der 1. FC Köln hatte ihm als Spieler viel zu verdanken. 14 Jahre als Spieler im Verein aktiv, 83 Tore in 409 Spielen, das war schon eine Hausnummer. Kein Wunder das nach der Ära Caspers der Wunsch vieler Vereinsanhänger lauter wurde, Overath als Präsident des wunderbaren #effzeh zu installieren. Dies geschah ja dann auch sehr zügig. Das Ergebnis ist allen Anhängern des 1. FC Köln hinlänglich bekannt. Der Wolfgang hatte jetzt 5 Jahre Zeit über sein Tun und Handeln bei „seinem“ #effzeh nachzudenken. Niemals mehr wollte er ins Stadion, nie mehr wollte er etwas über den #effzeh sagen. Warum eigentlich? Hatte er ein solch schlechtes Gewissen und war es ihm so unheimlich peinlich, „seinen“ 1.FC Köln mit seinen Gefolgsleuten Meier, Glowacz, Neukirch etc. an den Rand des Ruins geführt zu haben? Hätte man(n) annehmen können, bis letzte Woche, aber es war ganz anders!

Zeit mit Wolfgang Kontakt aufzunehmen.

Lieber Wolfgang!

Schön mal wieder etwas von Dir zu hören, man(n) hat sich ja schon so seine Gedanken gemacht! Die Spatzen pfiffen ja schon seit längerem von den Dächern, dass der #effzeh mit Dir Kontakt aufgenommen hat, damit Du Dich mit dem Club aussöhnen darfst. Da hätte ich eine Frage zu lieber Wolfgang! Warum muss der Club sich denn mit Dir aussöhnen? Was hat Dich denn da so enttäuscht? Ich, bzw. wir alle, die Fans des 1. FC Köln, also „DEINES“ Vereins wie Du es immer noch formulierst, hatten fest damit gerechnet, dass Du Dir in den letzten 5 Jahren einige Gedanken zu Deiner Zeit als Häuptling des Vereins gemacht hast. Es ist ja nicht immer alles rund gelaufen in der Zeit. War ja auch nicht so einfach mit Deinen Klüngelköppen Glowacz und Neukirch. Die und Du, Ihr wolltet  ja nach Europa und die Kohle, die es nicht gab, mal so richtig zum Fenster rausschmeißen. Einen der das mit Liebe und Enthusiasmus tat, den hattet Ihr ja Gott sei Dank auch in Euren Reihen. Der Michael Meier – ein Mann mit dem richtigen Blick für Rohdiamanten und klasse ausgetüfftelte Vertragskonstrukten.

Wie ist denn das eigentlich, bist Du ihm nicht immer noch böse, dass Maniche, Pierre Wome, Derek Boateng, Manesseh Ishiaku oder Andre unfassbar teuer waren und doch den #effzeh sportlich und menschlich nicht einen Zentimeter weitergebracht haben?

Hast Du ihm mittlerweile verziehen, dass er so sehr an Alexandru Ionita glaubte, dieser aber lediglich dadurch auffiel, unsere kölschen Mädscher zu beleidigen („In Köln sind die Frauen ein bisschen hässlich“)?

Und ich dachte immer der Jürgen (Glowacz) und Du, Ihr würdet auf der Fahrt nach Wattenscheid, wo ja jetzt der Manu spielt, Euch manchmal die Haare raufen, wenn Ihr darüber nachdenkt, wohin Ihr den #effzeh manövriert habt.  Wenn Ihr darüber philosophiert, welchen Eurer installierten Startrainer Ihr hättet niemals rauschmeißen dürfen. Und was muss ich lesen! Ich habe falsch gedacht!

Du, lieber Wolgang, bist weiterhin der Meinung, dass Du alles, bzw. fast alles richtig gemacht hast! Einem etablierten Blatt des Boulevards erzähltest Du letzte Woche, dass schon zu Deiner Zeit die Wende beim FC angefangen hätte…. Was meinst Du denn damit konkret? Bestimmt die Wende, dass Du mit Deinem Gefolge 20 Mio. €uro Schulden angehäuft hast und der Verein kurz vorm Finanzkollaps stand! Da gebe ich Dir recht, da hast Du die Wende eingeleitet!

Jetzt möchtest Du Einiges aufarbeiten was in der Vergangenheit passiert ist! Das ist ja wunderbar, da freuen wir uns. Du möchtest dich bei den Fans und Verantwortlichen dafür entschuldigen, dass Ihr das Ding gegen die Wand gefahren habt! Sauber, das finde ich sehr angemessen!  Aber Du musstest ja über Deinen Schatten springen, da Du so getroffen warst. Also muss sich der #effzeh jetzt doch bei Dir entschuldigen oder wie? Eine verzwickte Situation, keine Frage. 

Eine Sache hast Du noch gesagt, die mich doch ein wenig hoffen lässt lieber Wolfgang: „Die Ruhe, die jetzt um den Verein herrscht, die hat es seit Ewigkeiten nicht mehr gegeben.“ Mit dieser Aussage hast Du nicht nur verdammt recht, sondern mit dieser Aussage bleibt bei mir die Hoffnung bestehen, dass Du eines Tages sehen und verstehen wirst, was Du, lieber Wolfgang alles falsch gemacht hast.

Mach et jot ävver nit ze off!

Schöne Grüße

XXX

gameoverath
Quelle: t-online.de

In diesem Sinne, alles für die Meisterschaft! Come on FC!

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